28.09.2026
FEB: Arbeitskreis Markt + Wissen befasst sich mit EU-Richtlinie gegen Greenwashing
Firmeninfos
Der Arbeitskreises Markt + Wissen des
Fachverbands der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) traf sich kürzlich beim Verlegewerkstoffhersteller Wulff in Lotte. Der Verkaufsleiter des Gastgebers, Jörg Dronia, und der FEB-Vorsitzende Volkmar Halbe hatten zur Herbsttagung eingeladen – und neun Vertreter der FEB-Mitglieder und -Förderer waren der Einladung gefolgt. Zweimal jährlich trifft sich der Expertenkreis, um sich über Neuigkeiten, Trends und wichtige Marktinformationen auszutauschen.
Diskutiert wurde über Messen: BAU und Domotex, beide Fördermitglieder im FEB, versus Spezialmessen – kleinere Formate, die jedoch sehr gut Segmente abdecken, wie beispielsweise Schiffbau oder Altenpflege. Das Resümee lautete: „Während kleinere Messen aktuell erfolgreich sind, ist das Geschäft für die etablierten eher anspruchsvoll.“ Die Messe BAU in München kann sich vom 11. bis 15. Januar 2027 beweisen, während die Domotex erst wieder 2028 in Hannover stattfindet. Ein weiterer Punkt auf der Agenda war der Austausch über Robotik und Künstliche Intelligenz (KI).
Der FEB und einige Verbandsmitglieder gehören zu den Unterstützern der Ausbildungsinitiative „Das ist Bodenhandwerk“. Jörg Dronia und Volkmar Halbe engagieren sich darüber hinaus im Beirat der Initiative. Bei dem Treffen in Lotte äußerten sie sich besorgt: „Wir haben aktuell zu wenig Betriebe, die ausbilden.“
Keine Chance für Greenwashing
Die Anwesenden tauschten ihre Erfahrungen zur EmpCo-Richtline aus. Dies ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die Verbraucher vor Greenwashing und irreführenden Umweltversprechen schützen soll. Sie verschärft die Regeln für Nachhaltigkeitswerbung sowie Produktinformationen im EU-Binnenmarkt drastisch. Die Mitglieder und Förderer des FEB haben sich vorbereitet und nicht belegbare Aussagen in Sachen Nachhaltigkeit aus der Marketingkommunikation verbannt. Viele Hersteller nutzen Eurofins- oder TÜV/TFI-Zertifikate, die die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie bereits erfüllen und weiterhin Werbeaussagen zulassen.
Darüber hinaus spielte Nachhaltigkeit auch im weiteren Verlauf des Treffens eine wichtige Rolle: Denn Vinyl-Bodenbeläge können im System der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) höchste Bewertungen erreichen. Dies berichtete Stefanie Jutkeit, beim Bodenbelagshersteller Gerflor verantwortlich für digitales Marketing und Nachhaltigkeit. Sie ist DGNB-Consultant und Mitglied im Bauprodukte-Beirat der DGNB. „Das DGNB-System bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden und berücksichtigt dabei ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte der Bauprodukte“, erläuterte Stefanie Jutkeit und betonte weiter: „Produkte werden nicht von der DGNB zertifiziert.“ Das Informationspapier „Vinyl-Bodenbeläge im DGNB-System“ steht als PDF zum Downlooad zur Verfügung unter:
https://feb-ev.com/downloads/
Die nächste FEB-Mitgliederversammlung findet am 26. und 27. Oktober 2026 in Hamburg statt. „Das Programm steht und aktuell haben sich über 60 Personen angemeldet“, berichtete Volkmar Halbe.
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Foto/Grafik: FEB
Tauschten sich bei Wulff in Lotte aus (von links): Frank Wittkowski (Uzin), Rüdiger Dicke (Unifloor), Volkmar Halbe (FEB), Uwe Viebrock (wellcomm), Frank Selbeck und Stefanie Jutkeit (beide Gerflor), Moritz Sayer (Janser), Marco Knop (Project Floors) und Gastgeber Jörg Dronia (Wulff).

Foto/Grafik: FEB
Diskussion über Neuigkeiten, Trends und wichtige Marktinformationen (von links): Frank Selbeck, Stefanie Jutkeit, Rüdiger Dicke, Moritz Sayer und Frank Wittkowski.