17.06.2026
Parkettleger on Tour: Ovaler Boden bereichert nun Schlosspavillon
Firmeninfos
Ihr diesjähriger gemeinnütziger Einsatz führte die 21 Freiwilligen der
„Parkettleger on Tour“ nach Vitzenburg in Sachsen-Anhalt – rund 60 km südwestlich von Halle (Saale) gelegen. Vom 29. Mai bis 5. Juni 2026 statteten die Teilnehmer den
historischen Pavillon auf dem dortigen Schlossberg mit einem neuen, ovalförmigen Parkettboden aus – rund 60 m
2 Fläche.
Das einst als Teehaus genutzte Bauwerk auf dem Schlossberg Vitzenburg entstand vermutlich in den Jahren 1764 bis 1767. Der ovale Pavillon wurde an einem Hang oberhalb des Flusses Unstrut aus Nauturstein- und Ziegelmauerwerk errichtet – umgeben von Weinreben. Der „Verein zur Förderung und Erhaltung des historischen Ensembles Weinberg Vitzenburg“ bemüht sich darum, das spätbarocke Bauwerk wieder in seinen prachtvollen Urzustand zu versetzen und es für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und die Parkettleger on Tour trugen mit ihrem Einsatz zu den umfangreichen Sanierungsarbeiten tatkräftig bei.
Pavillon zuerst mit neuem Estrich ausgestattet
Drei Teilnehmer bauten vor dem Eintreffen des gesamten Teams einen neuen Estrich im Schlosspavillon ein – inklusive Fußbodenheizung. Estrichlegermeister Uwe Stellermann hatte im Vorfeld schon die Baustelle besichtigt und den Aufbau des Bodens geplant. Das beliebte Projekt wird übrigens zunehmend immer internationaler: Drei der Handwerker stammten aus Großbritannien und einer aus der Ukraine. „Wir haben uns zudem sehr über die Teilnahme von zwei Parkettleger-Gesellinnen gefreut. Darüber hinaus packten auch zwei Auszubildende mit an“, berichtet der Vorsitzende der Parkettleger on Tour, Ernst Müller.
Nach dem Eintreffen der restlichen Freiwilligen wurden alle Arbeitsaufgaben verteilt und die Herstellung des Parkettbodens konnte beginnen. In einer benachbarten Scheune, die als Lager- und Werkraum diente, brachte das Team einen Aufriss des Parkettbodens im Maßstab 1:1 auf. „Dies war nötig, um den gesamten Boden anfertigen und passgenau zusammensetzen zu können. Die einzelnen Elemente wurden dann in den Pavillon gebracht und dort verklebt“, erklärt Ernst Müller. Bei Tausenden von Einzelteilen war dies eine herausfordernde Puzzle-Arbeit.
Den Mittelpunkt des Verlegemusters bilden zwei Windrosen, die Fläche dazwischen wurde im Altdeutschen Verband verlegt. Eingefasst ist der ovale Bereich in der Mitte mit einem Fries, an das wiederum ein Rollfries angrenzt – als Übergang zu dem Rautenmuster außen. Zwischen diesem und der Wand des Pavillons befindet sich noch einmal ein Rollfries. Bei den Holzarten griffen die Parkettleger zu Esche, Robinie (leicht gedämpft), Eiche, Buche (hell), Räuchereiche und Mahagoni.
Begeisterung bei der Übergabe des Bodens
Am Donnerstagnachmittag, 4. Juni, konnte der neue, wunderschöne und außergewöhnliche Parkettboden an den Förderverein übergeben werden. Dessen Vorsitzender, Georg von Münchhausen, sowie Bürgermeister Andreas Nette und Ortsbürgermeisterin Ute Rohlfing zeigten sich vollauf begeistert.
Einen Tag später erfolgten die finalen Feinarbeiten. Die Freiwilligen schliffen den Boden fertig ab und ölten ihn. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Es ist uns gelungen, innerhalb einer Woche nicht nur einen außergewöhnlichen Parkettboden anzufertigen und zu verlegen, sondern zusätzlich den gesamten Unterbodenaufbau zu bewältigen. Das war immens viel Arbeit und wir bedanken uns dafür bei unserer Estrichmannschaft und allen Teilnehmenden aufs Herzlichste“, lautet das Fazit des Vorstands der Parkettleger on Tour. „Wir haben es wieder einmal geschafft und das war nur möglich, weil alle mit viel Freude zusammengearbeitet haben. So macht Arbeit Spaß. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr mit neuen Herausforderungen“, sagt der Vorsitzende Ernst Müller abschließend.
Der MDR hat einen Beitrag über die Arbeiten im Schlosspavillon erstellt. Der Clip ist hier zu finden.Der FussbodenTechnik-Newsletter: Hier kostenlos anmelden