Fuxxarchiv Fuxxarchiv
03.06.2026

Collomix startet Neuprodukt-Offensive

Firmeninfos
Nach dem Jubiläum „50 Jahre Profi-Mischtechnik“ in 2025 schaltet Collomix nicht etwa einen Gang zurück, sondern beschleunigt seine Aktivitäten mit einem zweistelligen Wachstum und einer beeindruckenden Innovationswelle. Im Gespräch mit FussbodenTechnik erklärt Chief Market Officer Stephan Tschernek, warum das Unternehmen trotz globaler Erfolge konsequent auf den Standort im oberbayerischen Gaimersheim setzt und wie Künstliche Intelligenz im neuen MixAtlas die Fehlerquote auf der Baustelle minimiert. Bodenhandwerker dürfen sich 2026 auf eine Neuprodukt-Offensive freuen, die von einem leistungsstarken Wasserdosiergerät bis hin zu zusätzlichen Mischsystem-Varianten reicht. Wie Collomix handwerkliche Tradition mit digitaler Transformation verknüpft, verrät das folgende Interview des Monats.

FussbodenTechnik: Collomix hat im vergangenen Jahr „50 Jahre Profi-Mischtechnik“ gefeiert. Konnten Sie mit diesem runden Jubiläum Ihre Kunden abholen und vielleicht sogar neue Kunden gewinnen?

Stephan Tschernek: Unser größtes Argument, um unsere Kunden zu begeistern und neue Interessierte zu gewinnen, ist unsere Mischkompetenz, die wir uns in 50 Jahren erarbeitet haben. Wir haben unser Jubiläum mit einer Feier gewürdigt, aber für uns ist das eher ein Zeichen, dass wir über fünf Jahrzehnte eine Kompetenz entwickelt haben, die unser Alleinstellungsmerkmal geworden ist. Wir produzieren im Herzen von Bayern, in Gaimersheim bei Ingolstadt, diese Nähe zu unseren Kunden das macht uns aus. Zu diesem tollen Jubiläum haben wir unseren Kunden und uns mit der neuen XQ-Serie unserer Handrührgeräte beschenkt. Innovative Maschinen, die dem Handwerker helfen auf der Baustelle noch besser zu arbeiten.

FT: Das Ziel des geschäftsführenden Gesellschafters Alexander Essing war es, 3 bis 5 % über dem Markt zu wachsen. Konnte diese in der Pressekonferenz 2025 genannte Marke erreicht werden?

Tschernek: 2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr und das ist nach der Post-Corona-Phase als starke Entwicklung hervorzuheben. Im vergangenen Jahr sind wir ziemlich genau zweistellig gewachsen. Es ist unser Ziel, dieses Wachstum auch in den kommenden Jahren auf die Straße zu bringen. Hierfür bauen wir auf drei starke Fundamente: Auf der einen Seite haben wir im Kernmarkt Deutschland unsere Anzahl an Außendienstmitarbeitern von sieben auf elf deutlich erhöht. Das heißt, wir können unsere Kunden fokussierter betreuen und Märkte gezielt entwickeln.

Die zweite Maßnahme, um das Wachstum sicherzustellen, stellt die Entwicklung der internationalen Märkte dar. Wir konzentrieren uns seit jeher nicht nur auf Deutschland und das deutschsprachige Ausland, sondern generieren rund 45 % unseres Umsatzes im europäischen Ausland und in Nordamerika.

Das dritte Fundament sind natürlich unsere starken Produkte und neuen Technologien, die wir auf den Markt bringen. Da haben wir immer alle Arbeitsschritte im Mischprozess im Auge. Ob Wasserdosierung, Staubabsaugung, Ergonomie usw., es geht immer um die Erleichterung der Arbeit für den Handwerker und das Sicherstellen seines Arbeitsergebnisses. Wir haben im vergangenen Jahr die Einführung unserer Handrührgeräte der XQ-Linie vorangetrieben. Zudem erfolgte der Launch des neuen vollautomatischen Mischers OneMix 340, der gut im Markt ankommt und ideal für kleine Baustellen ist. Somit bilden Technologie und neuen Produkte unser stärkstes Wachstumsfundament.

FT: Ist die Entwicklung und Produktion von Collomix komplett „Made in Germany“?

Tschernek: Ja, das ist korrekt. Unsere Mischtechnik-Produkte werden von uns ausschließlich am Standort Gaimersheim entwickelt. In unserer Entwicklungsabteilung sind acht Mitarbeiter beschäftigt. Von der Konstruktion, Produktion und Softwareentwicklung bis zur Erprobung liegt alles in unserer Hand. Spezielle, teilweise von uns selbstentwickelte Fertigungsanlagen und straffe Prozesse erlauben uns trotz der Kostensituation die Fertigung vor Ort.

FT: Welche großen Projekte stehen 2026 an? Worauf können sich die Bodenhandwerker freuen?

Tschernek: Wir starten auf der einen Seite unsere Neuprodukt-Offensive. Dieses Wort nutze ich bewusst: Wir freuen uns über die im April 2026 erfolgte Einführung der Weiterentwicklung unseres erfolgreichen Wasserdosiergerätes, dem AQiX2. Zur Mitte des Jahres folgen dann zwei neue Mischstationen für selbstverlaufende Beschichtungen aus der LevMix-Reihe für die Bodenspezialisten: der LevMix 750 und der LevMix 1100 mit verschiedenen Nutzungsvolumen. Weiter rundet ein neues Handrührwerk, der Typ XQ2, die Reihe der XQ-Rührgeräte ab. Wir launchen demnach vier Neuprodukte in diesem Jahr. Parallel investieren wir sehr stark in den Servicebereich. Dazu haben wir mit unserem Tool „Parts-Pilot“ einen digitalen Ersatzteilkatalog (über www.collomix.com) ins Leben gerufen, der die Identifizierung und Bestellung von Ersatzteilen deutlich beschleunigt und vereinfacht. Besonders hervorzuheben ist zudem unser neuer „Collomix MixAtlas“ zu nennen, der dank der Unterstützung vieler Bauchemiehersteller kombiniert mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) noch breiter aufgestellt ist.

FT: Für Leser, die den MixAtlas noch nicht kennen: Lassen Sie uns an dieser Stelle gerne vorstellen.

Tschernek: Sehr gerne. Was vor 30 Jahren als gedrucktes Nachschlagewerk begann, hat sich heute zur digitalen ,Misch-Bibel‘ der Branche entwickelt. Der Collomix MixAtlas ist ein intelligentes Online-Tool, das Handwerkern und dem Fachhandel dabei hilft, aus der unüberschaubaren Fülle an Baumaterialien zielsicher die passende Collomix-Mischtechnik auszuwählen. In der neuesten Version setzen wir erstmals konsequent auf Künstliche Intelligenz. Die KI-Unterstützung ermöglicht es, die stetig wachsende Datenbank von mittlerweile weit über 1.000 Baumaterialien aus aller Welt zu erweitern und aktuell zu halten.

FT: Der Mischatlas ist also mehr als nur eine Werkzeugempfehlung?

Tschernek: Ja, die Funktionalität des unter www.MixAtlas.com erreichbaren Tools geht weit über die reine Auswahl des Rührers hinaus. Nutzer erhalten eine ganzheitliche Beratung für den Mischprozess: Neben dem optimalen Rührer oder dem passenden automatischen Mischer liefert das System spezifische Parameter, wie die ideale Wassermenge, Gebindegrößen und Produktklassifizierungen aus. Auf Wunsch der Materialhersteller wurden zudem kritische Faktoren wie die Reifezeit – bspw. wichtig bei Spachtelmassen – integriert. Dies macht den MixAtlas zu einem unverzichtbaren Helfer, der hilft Mischfehler zu vermeiden, Zeit einspart und für ein perfektes Ergebnis auf der Baustelle sorgt.

FT: Sie sagten eben, dass Mitte des Jahres 2026 zwei weitere LevMix-Mischsysteme folgen werden. Was hat es damit auf sich?

Tschernek: Wir werden Ende Juni auf der Messe Estrich-Parkett-Fliese (EPF) in Feuchtwangen zwei neue LevMix-Modelle präsentieren. Damit lassen sich selbstverlaufende Bodenmaterialien, zement- sowie kunstharzgebunden, anrühren und ergonomisch am Einbauort verteilen – auf der einen Seite bis 55 Liter, das ist der LevMix 750 sowie der größere Bruder bis 85 Liter Mischmenge, der LevMix 1100. Die beiden unterscheiden sich durch den Antrieb. Bei dem LevMix 750 haben wir einen kraftvollen Antrieb mit 1,7 kW für drei Säcke. Der LevMix 1100 verfügt über einen Antrieb mit 1,8 kW und mischt fünf Säcke. Neu ist, dass die Geräte über zwei wählbare Drehzahlbereiche verfügen und eine Uhr die Mischzeit anzeigt. Wenn zwei Handwerker sich das Anmischen sowie das Entlüften und Verteilen der Spachtelmassen aufteilen, kann das Team ohne Unterbrechung große Flächen in kürzerer Zeit realisieren.

FT: Was kann das ebenfalls neue AQiX2 Wasserdosiergerät besser als sein Vorgänger?

Tschernek: Mit dem neuen AQiX2 präsentieren wir die zweite Generation unseres beliebten Wasserdosiergeräts – und setzen damit konsequent auf präzises, zeitsparendes und ergonomisches Arbeiten auf der Baustelle. Die neue Version des handlichen Wasserdosierers zeichnet sich vor allem durch eine neue Softwareversion aus, die unter anderem schnellere Einstellmöglichkeiten und einfacheres Dosieren bietet, sowie eine frühzeitige Information zum anstehenden Batteriewechsel über das Display liefert. Durch die exakte Dosierung direkt am Mischgefäß entfällt das klassische „Eimerschleppen“. Das spart Zeit, Kraft und minimiert Fehlerquellen. Der Handwerker kann sich anderen Aufgaben widmen, während das Gerät den Mischeimer mit der benötigten Wassermenge befüllt.

FT: Was macht die im vergangenen Jahr bereits vorgestellte XQ-Serie der Handrührgeräte aus?

Tschernek: In der Produktgruppe der elektrischen Rührwerke hat die XQ-Serie die bewährte XO-Serie abgelöst. Neben Ergonomie und Robustheit, haben wir den Fokus bei der Neuentwicklung auf ein komplett neues Antriebskonzept mit digitaler Steuerung gelegt. Statt manuell schaltbarer Getriebe bieten die Modellen XQ 4 und XQ 6 eine elektronisch regelbare Drehzahlsteuerung, die per Display auf der Maschinenfront individuell eingestellt werden kann. Dies ermöglicht dem Anwender, die Drehzahl des Antriebs genau auf das zu mischende Medium anzupassen. Dies hilft beispielsweise Klümpchen in der Mischung zu vermeiden, oder bei Harzen den Lufteintrag zu verhindern. Ein weiteres neues Feature ist ein digitaler Zeitmesser, der dem Anwender die jeweils absolvierte Mischzeit anzeigt, auch das hilft Fehler im Mischprozess zu verhindern.

FT: Sie waren als Partner-Aussteller auf dem Sopro-Profi-Tag im Februar 2026 in Mainz vertreten. Wie bewerten Sie die Teilnahme?

Tschernek: Wir sind Partner für viele Bauchemiehersteller und freuen wir uns natürlich, wenn wir zu den Veranstaltungen eingeladen sind. Das unterstützen wir sehr gerne, trägt dies doch unter anderem zu unserer Bekanntheit am Markt bei und unterstreicht unsere Kompetenz. Allein die Teilnehmerzahl dieser Veranstaltung zeigt auch, welche Bedeutung solche Veranstaltungen beim professionellen Verarbeiter haben. Dort bietet sich für uns eine Plattform für intensiven Austausch mit den Anwendern und auch Produkte näherzubringen die noch nicht so stark im Fokus stehen. Wir hatten beispielsweise auf dem Sopro-Profi-Tag unseren automatischen Kleinmengenmischer OneMix 340 vorgestellt. Die Resonanz darauf war sehr positiv. Darüber hinaus ist für uns der enge Austausch mit der Anwendungstechnik der Bauchemie wichtig, die unter anderem unser Collomix Technikum am Hauptsitz in Gaimersheim auch für ihre Verarbeiter-Schulungen nutzen.

FT: Was macht das Collomix Technikum aus und wie viele Schulungen finden dort statt?

Tschernek: Das Collomix Forum nutzen wir für Schulungen unserer Fachhändler, ausländischer Distributoren oder Verarbeitergruppen ebenso erfolgen dort Mischversuche und Erprobungen neuer Maschinen. Neue Produkte werden regelmäßig Endkunden und eigenen Mitarbeitern vorgestellt. Dort haben wir verschiedenste Möglichkeiten für Praxisanwendungen mit klassischer Schulungstechnik. Angegliedert ist unser hauseigenes Videostudio. Im Jahr 2025 haben wir insgesamt 74 Schulungen mit rund 1.100 Teilnehmern begleitet von unserer Anwendungstechnik durchgeführt. Davon fanden rund 30 % im Technikum statt.

FT: Lassen Sie uns abschließend einen Ausblick wagen. Welche Ziele haben Sie mit Collomix in drei und in fünf Jahren?

Tschernek: Wenn wir reinen Blick auf die Zahlen werfen, sprechen wir von einem durchschnittlich zweistelligen Wachstum pro Jahr, das wir uns für die kommenden fünf Jahre für das gesamte Unternehmen vorgenommen haben, gerade auch die Entwicklung der Exportmärkte spielen da eine entsprechende Rolle. Gleichzeitig verfolgen wir eine kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Produktsortiments, welches sich an den Anforderungen unserer Kunden und der technologischen Entwicklung orientiert. Gepaart wird das mit zusätzlichen Services, insbesondere auch im digitalen Bereich. Digitalisierung und Automatisierung in den Prozessen wie auch der Kommunikation sind sehr wichtige Themen für Collomix. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies ein sehr fortschrittlicher und erfolgreicher Weg sein wird. Deshalb haben wir beispielsweise eine zusätzliche Stelle geschaffen, weil wir bei der digitalen Transformation und KI unserer Vorreiterrolle in der Mischtechnik gerecht werden wollen.

Der FussbodenTechnik-Newsletter: Hier kostenlos anmelden
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: SN-Verlag
Highlights der Produkt-Offensive 2026 von Collomix auf einen Blick. Sie wurden von Herbert Geier, Marketing, und von Stephan Tschernek, Chief Market Officer im Collomix Technikum präsentiert.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: SN-Verlag
Blick in die Produktion am Standort Gaimersheim. Die Produkte von Collomix sind alle „Made in Germany“.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: SN-Verlag
Stephan Tschernek, Chief Market Officer

Seit 1. April 2025 hat Collomix die Position des Chief Market Officer (CMO) mit Stephan Tschernek neu besetzt. Der 48-jährige Diplom-Kaufmann war zuletzt mehr als zehn Jahre lang in verschiedenen leitenden Marketingpositionen beim Bauchemiehersteller PCI Augsburg tätig, zuvor sammelte er berufliche Erfahrungen im Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Bereich (SHK) für Kessel Entwässerungstechnik. Bei Collomix verantwortet er Vertrieb und Marketing national und international. Die Aufgabe beim inhabergeführten Marktführer aus dem oberbayerischen Gaimersheim hat ihn nach eigener Aussage besonders gereizt – zumal durch die künftig stärkere Vernetzung der Vertriebs- und Marketingorganisation die Leistungsfähigkeit des Unternehmens gegenüber den Kunden noch besser entfaltet werden soll.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: SN-Verlag
Lackierung der Rührer im typischen Collomix-Türkis: Auf die richtige Rührer-Geometrie kommt es für den Mischerfolg an.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: Collomix
Im Collomix Forum in der Zentrale im oberbayerischen Gaimersheim finden regelmäßig Schulungen statt.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: SN-Verlag
Aktuelle Ready to start Aktion: Die neuen Handrührgeräte der XQ-Serie gibt es dabei als Set inklusive Rührer.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: SN-Verlag
Stephan Tschernek beantwortete am Collomix-Hauptsitz in Gaimersheim die Fragen von Christian Harder, Chefredakteur FussbodenTechnik.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: Collomix
Das Online-Tool Mixatlas unter www.mixatlas.com hilft, Mischfehler zu vermeiden.
 Collomix startet Neuprodukt-Offensive
Foto/Grafik: Collomix
Mit dem neuen AQiX2 präsentiert Collomix die zweite Generation seines Wasserdosiergeräts.

Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren

[25.09.2024] Collomix feiert 50-jähriges Jubiläum mit neuer XQ-Serie
[01.11.2022] Bauma 2022 lockte knapp 500.000 Besucher an
FussbodenTechnik
FussbodenTechnik
FussbodenTechnik-Newsletter
jetzt kostenlos anmelden

Mit Ihrer Anmeldung erhalten Sie kostenlos unseren Newsletter mit aktuellen Nachrichten der Branche. Außerdem dürfen wir Ihnen per E-Mail auch weitere interessante Hinweise zu Verlagsangeboten, Umfragen sowie zu ausgewählten Veranstaltungen und Angeboten unserer Partner zusenden. Diese Einwilligung ist selbstverständlich freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte deren AGB und Datenschutzbestimmungen.


FussbodenFUXX
FussbodenTechnikFussbodenTechnik

Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Branche

Verlag